Verbessert der Orgasmus deine Chancen auf eine Schwangerschaft?

Was dir noch niemand über den Einfluss des Orgasmus auf deine Fruchtbarkeit gesagt hat.

Veröffentlicht am 18/05/2020

El orgasmo femenino genera una cascada de hormonas relacionadas con el placer y los lazos de unión y afecta a la fertilidad facilitando la concepción.

Ein erfülltes und befriedigendes Sexualleben kann im wahrsten Sinne des Wortes Wunder wirken, denn es erfüllt dich nicht nur mit körperlicher Lust und hebt deine Stimmung, sondern es erleichtert auch das Wunder, ein neues Leben zu zeugen. Der Orgasmus ist der Höhepunkt der Erregung und des Vergnügens des sexuellen Aktes. Im Gegensatz zu Männern, bei denen eine Samenerguss-Ejakulation für die Fortpflanzung durch Orgasmus erforderlich ist, können Frauen schwanger werden, ohne zuvor einen Orgasmus gehabt zu haben. Deswegen stellen die Experten bislang unaufhörlich die Frage, warum Frauen eigentlich einen Orgasmus haben? Bis vor kurzem wurde der weibliche Orgasmus für die Fortpflanzung als irrelevant angesehen, neue Studien werfen allerdings andersweitige Überlegungen auf.

Die Rolle der Klitoris beim Orgasmus

Du wählst weder deine Anatomie, noch die deiner Vagina aus, der du sicherlich einen viel liebevolleren Namen gibst, wie zum Beispiel „Muschi” oder „Huhu”. Desweiteren wählst du auch nicht die Art und Weise, wie du einen Orgasmus erreichst aus, denn es stellt sich heraus, obgleich allem was man im Fernsehen und in Filmen sieht, dass die meisten Frauen anhand einer Penetration keinen Klimax erreichen.

Unabhängig von den Fähigkeiten deines Liebhabers oder der Größe des Penis oder der Intensität des Verlangens, wenn die Klitoris nicht stimuliert wird, gibt es keinen Orgasmus.

Um einen Orgasmus zu erreichen, muss die Klitoris vorsichtig mit den Fingern, einem Sexspielzeug oder der Zunge im Cunnilingus liebkost werden.

Es gibt keinen vaginalen Orgasmus

Es gibt keinen vaginalen Orgasmus. Vincenzo und Giulia Puppo sind unnachgiebig und empfehlen in ihrer Studie über die klinische Anatomie des Geschlechts (1) ,dass Sexualmediziner und Sexologen keine bloßen Meinungen über den weiblichen Orgasmus mehr abgeben sollen, sondern sich auf biologische Gewissheiten berufen sollten, in Bezug auf neuere Studien, die das Fehlen von vaginalen Orgasmen mit psychischer Unreife in Verbindung bringen. (2)

Das Konzept des vaginalen Orgasmus wurde 1905 von Sigmund Freud erfunden, mit der Theorie, dass Frauen, die ihn nicht erreichen, frigide und unreif sind, und zudem häufiger an Depressionen leiden, abgesehen davon, dass der klitorale Orgasmus kindisch ist. Das führte dazu, dass Millionen von Frauen Orgasmen vorgaben und sich die Praxen von Psychologen und Sexologen mit Frauen füllten, die eigentlich keine Probleme hatten. (3)

Warum gibt es also Frauen, die sagen, sie erreichen einen Orgasmus nur durch Penetration? Es stellt sich heraus, dass in 90% der Fälle das Motiv die „Missionarsstellung ist. Die Frauen sitzen auf dem Mann, so dass die Schambein durch Reiben gegen den Bauch oder das Becken stimuliert wird.

Und der berühmte G-Punkt in der Vagina, ist er ein Mythos? Diese erogene Zone, die sich angeblich im vorderen Bereich der Vagina befindet, sprich in ihr und auf ihrer Vorderseite, ist weiterhin umstritten, und aus anatomischer Sicht wurde seine Existenz nicht konsequent nachgewiesen. Sofern er existiert, haben ihn wenige Frauen, beziehungsweise finden ihn wenige. (4) Diejenigen, die ihre Existenz verteidigen, sind der Ansicht, dass die Klitoris ein System aus durchblutenden und enervierten Geweben ist, das sich in die Vagina erstreckt und in diese hineinragt. Ja, es ist richtig, dass die Stimulation der Klitoris in Kombination mit der Stimulation anderer erogener Bereiche wie der Brustwarzen und des Anus, sowie erektilen Bereichen wie den kleinen Schamlippen am Eingang der Vagina die sexuelle Erregung erhöht. Das ist der Grund, warum die mit dem Eindringen in die Scheide verbundene Stimulation der Klitoris leichter zum Höhepunkt führt. Es scheint auch, dass je kleiner der anatomische Abstand, in dem sich die Klitoris im Verhältnis zum Eingang zur Vagina befindet, desto leichter ist es, beim Geschlechtsverkehr einen Orgasmus zu erreichen.

De facto, während des Orgasmus füllen sich die Genitalien mit Blut und es ist eine Empfindung, die nicht nur in der Klitoris oder in der Vagina empfunden wird, sondern im gesamten Genitalbereich intensiv und gleichzeitig wahrgenommen wird, zusammen mit rhythmischen Muskelkontraktionen in der Beckenregion.

Die Klitoris ist kein verkümmerter Penis

Bei anderen Säugetieren wie Katzen, Kaninchen, Kühen oder Pferden befindet sich die Klitoris in der Vagina, und die Forschung geht davon aus, dass der Orgasmus der Weibchen für die Fortpflanzung unerlässlich ist. Darüber hinaus haben Katzen, wenn sie keine Orgasmen haben, nicht einmal einen Eisprung. Eine Studie ergab, dass die Wahrscheinlichkeit eines Eisprungs um 30% niedriger ist, wenn ein Kaninchen keinen Orgasmus erreicht.

Es stellt sich jedoch heraus, dass Frauen im Laufe der Evolution unserer Spezies unabhängig davon, ob sie Sex praktizieren oder einen Orgasmus haben, einen Eisprung haben. Außerdem hat sich die Position der Klitoris erhoben und sich von der Scheidenöffnung getrennt, was darauf hinzuweisen scheint, dass der Orgasmus bei Frauen nicht mit der Fortpflanzung zusammenhängt, sondern nur deren sexuelle Lust beeinflusst.

Eine theoretische Linie besagt, dass, da Männer und Frauen gemeinsame Gene teilen, geschlechtsspezifische Veränderungen im embryonalen und fetalen Stadium auftreten, die entweder die vollständige Entwicklung von Strukturen selektiv stimulieren oder sie im Gegenteil unterbrochen lassen. Beispielsweise sind männliche Brustwarzen nur ein Überbleibsel einer gemeinsamen Genetik für beide Geschlechter, und daher sind sie im männlichen Fall eine Reststruktur, deren Entwicklung gehemmt ist. Ähnliches wurde gesagt, um die Klitoris in Bezug auf den Penis darzustellen, falls der Embryo männlich ist, wird er seine volle Entwicklung fortsetzen, und falls es sich um einen weiblichen Embryo handelt, wird er verkümmert und bleibt residual zurück.

Neue Studien und Theorien zeigen jedoch, dass die Klitoris viel komplexer ist als bisher angenommen und nicht nur eine Überbleibsel- oder Restanatomiestruktur ist.

Die Klitoris oder vielmehr die Spitze oder Eichel der Klitoris, der kleine Pickel oder der Lustknopf, der sich am Anfang der Lippen der Vulva festsetzt, ist eigentlich wie die Spitze eines Eisbergs und repräsentiert den äußeren und sichtbaren Bereich einer größeren Struktur, die sich mit einem Körper, Crura und Wurzeln erstreckt. (5) (3)  Die gleichzeitige Stimulation der Eichel der Klitoris und der Vagina hat daher Wirkungen, die die zum Orgasmus führenden Empfindungen verstärken und intensivieren, (6) und damit auch den Orgasmus, selbst wenn er nur auf der Ebene der Klitoris  induziert wurde, in einem Bereich wahrgenommen wird, der sich über die Genitalien ausbreitet.

Das Hormon der Liebe und die Chemie des Orgasmus

Wenn ein Paar sich gut versteht und leicht sexuelle Befriedigung erreicht, spricht man von “guter Chemie”. Diese Chemie wird mit dem Strahl, oder einer Kaskade von Hormonen und Neurotransmittern in Verbindung gebracht, die auftreten, wenn du Erregung fühlst, welche die emotionale Verbindung von Vereinigung und Komplizität mit deiner besseren Hälfte verstärkt:

  • Oxytocin wird als “Liebeshormon” oder “Umarmungshormon” bezeichnet. Es steht im Zusammenhang mit Affektivität, Empathie, Großzügigkeit, Zärtlichkeit und Treue. Es sorgt für gute Laune und Lachen und wird freigesetzt, wenn du eine besondere Beziehung zu jemandem hast, und auch während des Geschlechtsverkehrs, so dass, wenn du einen Orgasmus erreichst, die Spitze des Oxytocins, das freigesetzt wird, noch höher ist. Darüber hinaus wird es während der Geburt in großen Mengen freigesetzt, da es die Kontraktionen der Gebärmutter für den Auswurf des Babys stimuliert. Es wird auch während des Stillens freigesetzt, und verstärkt die Bindung der Mutter zum Kind, sowie das mütterliche Verhalten in Bezug auf Kontakt, Pflege und Schutz.
  • Prolaktin wirkt entspannend und lässt dich glücklich fühlen. Darüber hinaus sättigt es deinen „sexuellen Hunger“.
  • Endorphine, die dich entspannen, Stress und Schmerzen lindern, das Selbstvertrauen stärken und dich nach dem Geschlechtsverkehr eventuell schläfrig machen können, da sie den Blutfluss zum orbitofrontalen Kortex reduzieren, dem für die Kontrolle und Ratio verantwortlichen Bereich des Gehirns.
  • Adrenalin, das beim Sex zu einer erhöhten Herzfrequenz und Durchblutung deiner Muskeln und Genitalien führt. Es ist auch dafür verantwortlich, dass du erst etwa 20 Minuten nach dem ersten, einen zweiten Orgasmus haben kannst.
  • Serotonin, das deine Stimmung und deinen Seelenzustand verbessert.
  • Phenylethylamin und Dopamin, die Energie und Laune anregen, sind mit Lust- und Belohnungszentren im Gehirn verbunden und beanlassen, dass du das gleiche Erlebnis auf süchtig machende Weise wiederleben willst. Wenn du verliebt bist, werden große Mengen Phenylethylamin freigesetzt, und Schokolade ist reich an dieser Substanz.
  • Gonadotropin-Releasing-Hormon (GRN), das seinerseits die Freisetzung von follikelstimulierendem Hormon (FSH) und luteinisierendem Hormon (LH) auslöst. Diese wiederum setzen die Hormone Testosteron, Östrogen und Progesteron frei, die aufgrund positiver Rückkopplungen dazu führen, das mehr Oxytocin freigesetzt wird. Testosteron steigert deine Libido, oder Interesse an Sex, sowie deine Fähigkeit, erregt zu sein.

Liebe verbessert deinen Sex

Verliebt zu sein ist natürlich ein sehr relevanter Faktor, wenn es um Orgasmen geht. Je entspannter und empfänglicher du bist, desto wahrscheinlicher ist es, dass du sexuelle Beziehungen hast. In einer romantischen und dauerhaften Beziehung über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten, in der die Bindungen von Vertrauen und Zuneigung intensiver sind, beträgt die Wahrscheinlichkeit, einen Orgasmus zu erreichen, 67%, verglichen mit nur 11%, wenn du Sex mit einem Fremden hast, zumindest ergab dies eine Studie mit 6591 alleinstehenden Frauen von 21 Universitäten. (7)

Ja, und zwar ohne Umschweife, der weibliche Orgasmus erhöht die Wahrscheinlichleit einer Schwangerschaft

Frauen erreichen in der Phase des Zyklus, in der sie ihren Eisprung haben, leichter einen Orgasmus, was darauf hinweist, dass der Orgasmus und damit auch die Klitoris nicht nur mit dem sexuellen Vergnügen zusammenhängt, sondern auch reproduktive Funktionen hat. (6)

Genau die gleichen Uteruskontraktionen, die durch das Oxytocin hervorgerufen werden, die du während des Orgasmus verspürst und die bei der Geburt noch intensiver sind, erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass du schwanger wirst, und warum ist das so? Wenn du einen Orgasmus hast, saugen deine Kontraktionen den Penis an und machen es wahrscheinlicher, dass dein Partner auch den Klimax erreicht, was wiederum die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass er sein Sperma ejakuliert, zusätzlich pumpen die Kontraktionen das Sperma und halten es auch zurück, indem es in Richtung Eizelle geleitet wird. Wenn du also einen Eisprung hast, wird die Befruchtung einfacher sein. Anscheinend beträgt der zur Verfügung stehende Zeitraum zwischen Ejakulation und weiblichem Orgasmus ungefähr 45 Minuten.

Der Orgasmus hilft dir einen guten Vater für deine Kinder auszuwählen

Einer der evolutionären Gründe, warum der weibliche Orgasmus schwieriger zu provozieren ist, scheint seine selektive Wirkung zu sein, die er auf den männlichen Partner ausübt, um gesunde und starke Kinder zu zeugen und zu gebären, sprich eine Frau erreicht leichter einen Orgasmus, wenn der Mann mit ihr genetisch kompatibel ausgestattet ist. Die Frau erhält diese Informationen über die Kompatibilität auf visuelle Art, wenn sie den Mann mit einem männlichen Aussehen und Gesichtszügen wahrnimmt, deren Schönheit mit der Gesichtssymmetrie, und olfaktorisch durch einen für sie attraktiven Körpergeruch, verbunden ist.

Ein weiterer selektiver Effekt des männlichen Partners, der mit dem Orgasmus verbunden ist, besteht darin, dass das Paar, das in der Lage ist, ihn zu induzieren, möglicherweise auch eher für die Aufgaben der Unterstützung der zukünftigen Mutter bei der Kindererziehung prädisponiert ist. (6)

Zusätzlich verstärkt der Orgasmus die affektiven Bindungen des Paares und macht es empfänglicher, um weiterhin sexuelle Beziehungen zu pflegen. Wie du weiβt, bewirkt sexuelle Befriedigung die Freisetzung von Endorphinen. Diese Endorphine helfen uns, Stress zu bekämpfen, die Schmerzschwelle zu senken, und vor allem die Libido aufrechtzuerhalten und somit folglich die Fruchtbarkeit zu steigern. Dies liegt daran, dass sie den Hypothalamus dazu anregen, das Hormon Gonadotropin zu segregieren. Das gleiche Hormon wiederum regt die Hypophyse an, die für die menschliche Fortpflanzung grundlegenden Hormone FSH, LH, Testosteron, Östrogene und Progesteron zu produzieren und freizusetzen. Auf der anderen Seite kann ein unbefriedigendes Sexualleben das Paar emotional und körperlich voneinander distanzieren, so dass sie den Geschlechtsverkehr vermeiden. Dies kann zur Folge eine Verringerung der Fruchtbarkeit nach sich ziehen.

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REFERENZIERTE WISSENSCHAFTLICHE STUDIEN IN DIESEM ARTIKEL

1. Die Anatomie des Geschlechts: Überprüfung der neuen anatomischen Begriffe, die von Sexologen für die Klitoris und den weiblichen Orgasmus verwendet werden

Anatomy of Sex: Revision of the New Anatomical Terms Used for the Clitoris and the Female Orgasm by Sexologists
https://www.researchgate.net/publication/266564155_Anatomy_of_Sex_Revision_of_the_New_Anatomical_Terms_Used_for_the_Clitoris_and_the_Female_Orgasm_by_Sexologists

2. Vaginaler Orgasmus ist mit weniger Einsatz unreifer psychologischer Abwehrmechanismen verbunden

Vaginal Orgasm Is Associated with Less Use of Immature Psychological Defense Mechanisms
https://www.researchgate.net/publication/5521491_Vaginal_Orgasm_Is_Associated_with_Less_Use_of_Immature_Psychological_Defense_Mechanisms

3. Ist der weibliche G-Punkt wirklich eine ausgeprägte anatomische Einheit?

Is the female G-spot truly a distinct anatomic entity?
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22240236

4. Anatomische Beziehung zwischen der Harnröhre und der Klitoris

Anatomical relationship between urethra and clitoris
https://www.researchgate.net/publication/13684666_Anatomical_relationship_between_urethra_and_clitoris

5. Weibliche sexuelle Erregung: Genitalanatomie und Orgasmus beim Geschlechtsverkehr

Female Sexual Arousal: Genital Anatomy and Orgasm in Intercourse
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3894744/

6. Evolutionswissenschaft des weiblichen Orgasmus

Evolutionary Science of Female Orgasm
https://www.researchgate.net/publication/284002023_Evolutionary_Science_of_Female_Orgasm

7. Bericht für den Orgasmus von Frauen und die sexuelle Freude an sexuellen Begegnungen und College-Beziehungen

Accounting for Women’s Orgasm and Sexual Enjoyment in College Hookups and Relationships
https://journals.sagepub.com/doi/pdf/10.1177/0003122412445802

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